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Foto: APA/AFP/ Scott Nelson
Nashville - Die Reformpartei in den USA will ihre konservative Haltung in sozialen Fragen künftig offensiver vertreten. Auf einem Parteitag verabschiedeten die Delegierten am Samstag in Nashville unter anderem einen Beschluss, der ein zehnjähriges Einwanderungsverbot vorsieht. "Wir müssen die Vereinigten Staaten von Amerika amerikanisieren", sagte der Parteivorsitzende Pat Buchanan. Weitere Ergänzungen zum Parteiprogramm fordern den Einsatz von Soldaten und Nationalgarde für häufigere Patrouillen an den Grenzen. Außerdem dürfe illegal Eingewanderten keine Amnestie gewährt werden - ein Schritt, den US-Präsident George W. Bush gegenwärtig für rund drei Millionen illegal in den USA lebenden Mexikaner erwägt. Bei der Präsidentenwahl im November 2000 errang die Reformpartei mit ihrem Kandidaten Buchanan rund ein halbes Prozent der Stimmen und landete damit auf Rang vier hinter dem Republikaner Bush, dem Demokraten Al Gore und dem Grünen-Kandidaten Ralph Nader. Bei der Wahl 1992 erzielte Parteigründer Ross Perot mit 19 Prozent der Stimmen einen Achtungserfolg. Vier Jahre später erreichte der Texaner noch 8,4 Prozent. Der Rechtspopulist Buchanan wurde 2000 nach internen Querelen Kandidat der Reformpartei. In der Vergangenheit hatte er sich mehrfach erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bemüht. (APA/AP)