Colombo - Die Regierung Sri Lankas von Präsidentin Chandrika Bandaranaike Kumaratunga wird vorläufig keine Friedensverhandlungen mit den tamilischen Separatisten führen. Außenminister Lakshman Kadirgamar wurde am Montag in der in Colombo erscheinenden Zeitung "Daily News" mit den Worten zitiert, eine Hauptforderung der Rebellen "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE), nämlich das Verbot ihrer Bewegung aufzuheben, komme nach dem Anschlag der vergangenen Woche nicht in Frage. Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen der hauptstadt Colombo waren 13 Rebellen und sieben Regierungssoldaten getötet worden. Rund 4000 westliche Touristen strandeten, elf zivile und militärische Flugzeuge wurden zerstört. Die Tamilen kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat im Norden und Osten auf der mehrheitlich von Singhalesen bewohnten Insel. In dem Bürgerkrieg wurden bisher mehr als 64.000 Menschen getötet; 1,6 Millionen wurden vertrieben. Die LTTE ist auch in Indien, Großbritannien und den USA verboten.