Wien - Mit einem Bauproduktionswert von insgesamt 45,3 Mrd. S (3,3 Mrd. Euro) haben die österreichischen Hoch- und Tiefbauunternehmen in den ersten fünf Monaten 2001 einen Zuwachs von nur 1,0 Prozent verbucht. Wie die Statistik Austria am Dienstag in einer Presseinformation mitteilte, entwickelte sich die Bauproduktion im Tiefbau (plus 6,3 Prozent) wesentlich besser als im Hochbau (minus 1,9 Prozent). Die wichtigste Hochbau-Sparte, der Wohnbau, brach bis Ende Mai im Jahresvergleich um 8,2 Prozent ein. Deutlich rückläufig war auch die Bauproduktion im Straßenbau, einem der wichtigsten Teilbereiche des Tiefbaus. Zuwachs für Tiefbau Auf die öffentliche Bautätigkeit entfiel im Zeitraum Jänner bis Mai ein um 3,8 Prozent gestiegener Produktionswert von 15,1 Mrd. S. Für den Tiefbau gab es hier einen Zuwachs um 9,1 Prozent, für den Hochbau hingegen ein Minus von 3,7 Prozent. Besonders markant waren die Rückgänge beim Wohnungsbau mit minus 13,9 Prozent und bei den Adaptierungen (minus 19,1 Prozent). Von den Bundesländern konnte Kärnten in den ersten fünf Monaten die Bauleistung um 24,3 Prozent und damit bei weitem am stärksten steigern. Zuwächse gab es auch in Vorarlberg (plus 7,8 Prozent) und Oberösterreich (plus 5,6 Prozent). Am schlechtesten schnitt Tirol mit einem Minus von 5,1 Prozent ab. Rückläufig war die Entwicklung weiters in der Steiermark (minus 4,0 Prozent), Wien (minus 2,4 Prozent), Salzburg (minus 1,3 Prozent) sowie in Niederösterreich und im Burgenland (jeweils minus 0,3 Prozent). (APA)