Durban - Die Generalsekretärin der UNO-Antirassismuskonferenz in Durban, die UNO-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson, hat nun darauf gedrängt, die Konferenz trotz des Auszugs der israelischen und amerikanischen Delegationen am Vortag zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Nun sei die Zeit für die DelegiertInnen gekommen, ihre Entschlossenheit und ihr Engagement zu beweisen, sagte sie vor dem Plenum in der südafrikanischen Hafenstadt. Rassismus und Diskriminierung existierten in jedem Land. Darum bedauere sie sehr, dass die USA und Israel sich aus Durban zurückgezogen hätten. Robinson drängte darauf, konstruktiv mit der Konferenzpräsidentin, der südafrikanischen Außenministerin Nkosazana Dhlamii-Zuma, zusammenzuarbeiten. Zuma arbeitet an einem neuen Textentwurf, der zu einem Konsens führen soll. Delegierte der Europäischen Union bekräftigten, dass sie in Bezug auf eine etwaige Verurteilung Israels im Abschlussdokument die harte Position der USA und Israels unterstützten. Ein Sprecher der palästinensischen Delegation verurteilte auf einer Pressekonferenz den Auszug der USA. "Nachdem die USA und Israel versucht haben, die palästinensische Frage von der Tagesordnung dieser Konferenz zu streichen, haben sie sie nun gesprengt", sagte er. "Wir sind nicht die einzigen Opfer, die zurückbleiben." (APA)