Bagdad/Washington Bei einem Bombenanschlag auf einem belebten Markt im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Dienstag mehrere Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz ging in der Mittagszeit hoch, wie die staatliche Nachrichtenagentur INA meldete. "Zahlreiche" Zivilisten seien verletzt worden. Hinter der Tat stecke das Nachbarland Iran und ein "amerikanisch-zionistisches Komplott". Bagdad behalte sich Racheakte vor, zitierte INA einen Regierungssprecher. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Iran und Irak hatten von 1980 bis 1988 einen blutigen Krieg geführt. Einen Friedensvertrag gibt es bis heute nicht. Ein Haupthindernis auf dem Weg zu einer Normalisierung der Beziehungen ist die Tolerierung bewaffneter Oppositionsgruppen aus dem jeweiligen Nachbarland. Erneuter US-Angriffe auf irakische Abwehrstellungen Amerikanische und britische Flugzeuge haben am Dienstag erneut irakische Abwehrstellungen angegriffen. Ziele waren Einrichtungen in beiden Flugverbotszonen des Irak im Norden und Süden. Die Maschinen der Verbündeten seien vorher bedroht und beschossen worden, teilten die US-Hauptquartiere in Stuttgart und Tampa (US-Bundesstaat Florida) mit. Im Norden schoss die irakische Abwehr nach Darstellung des europäischen US-Kommandos auf alliierte Flugzeuge. Die Angriffe im Süden wurden nicht von einer konkreten Bedrohung ausgelöst, sondern seien "Antwort auf kürzliche Gefährdungen" gewesen, teilte das Zentralkommando mit. (APA)