Wien - Durch den Beschluss, 850 Millionen Schilling zur Erhöhung der Tunnelsicherheit zu verwenden, wurden wichtige Sofortmaßnahmen in die Wege geleitet, erklärte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV. "Rumpelstrips" Vor allem mit der Herstellung von "Rumpelstrips" in der Fahrbahnmitte, die Lenker auf das Überfahren der Mittellinie aufmerksam machen, werde eine langjährige Forderung erfüllt, erklärte KfV-Direktor Othmar Thann. 250 km Tunnelröhren Rund 250 km Tunnelröhren gibt es in Österreich. Rund 300 Unfälle mit knapp über 400 Verletzten und 15 bis 30 Getöteten eignen sich laut KfV jährlich in den Tunnels. Dies entspräche etwa 0,7 Prozent des Gesamtunfallgeschehens. Neben der beschlossenen Verbesserung der Tunnel-Ausstattung, etwa die Erhöhung der Absaugleistungen der Belüftungen sowie Modernisierung von Leittechnik und Tunnelwarten, fordert das KfV bereits für die Planungsphase eine generelle Verkehrssicherheitsprüfung. Weiters sollten Schwertransporte, Ausweichrouten sowie die Lenk- und Ruhezeiten von Berufskraftfahrern verstärkt kontrolliert werden. Gehsteigen in Autobahn-Tunnels Zu überdenken sei laut Thann die Sinnhaftigkeit von Gehsteigen in Autobahn-Tunnels. Er forderte Untersuchung des Seitenabstandverhaltens der Autofahrer. Ein Wegfall des Gehsteiges und eine Verbesserung bei der Randmarkierung könnte das "Abdriften" der Fahrzeuglenker hin zur Fahrbahnmitte verhindern. Fahrstreifensignale Eines dürfe jedoch nicht vergessen werden, erinnerte Thann: "Sicherheit beginnt im Kopf. Ansatzpunkt für eine Erhöhung der Verkehrssicherheit ist in erster Linie der Mensch." So gebe es immer wieder Probleme mit der Befolgung von Fahrstreifensignalen. Das Nichtbefolgen dieser Signalbilder sei nicht nur nach der StVO strafbar, sondern auch gefährlich. Auf der gesperrten Fahrspur könne sich etwa ein behinderndes Kraftfahrzeug oder Personal des Straßendienstes befinden.(APA)