Horst Pirker, Vorstandschef der Styria Medien AG ("Kleine Zeitung", "Die Presse"), will beim Privatsender Antenne Wien höchstens noch bis Jahresende "weiterwursteln" wie bisher. Auf Anfrage bestätigt Pirker Mittwochnachmittag Überlegungen, die Beteiligung aufzustocken oder sich zurückzuziehen. STANDARD-Informationen, wonach der Grazer Medienkonzern eher zum Ausstieg tendiert, will Pirker nicht kommentieren. Kolportiert wird die Absicht, sich um jene bundesweite Privatradiolizenz zu bewerben, um deren Zustandekommen sich die Medienbehörde KommAustria gerade bemüht. Die Styria ist mit 26 Prozent an der Antenne Wien beteiligt. Größter Gesellschafter ist die britische GWR-Radiogruppe, die auch die Antenne Salzburg betreibt. "Habe nicht das Gefühl, dass die Antenne Red Bull getrunken hat" Pirker über die Entwicklung der Antenne Wien: "Zunächst hat sie unter der Führung der Fellners (die News-Gründer und -Gesellschafter Wolfgang und Helmuth, Anm.) einen Fehlstart hingelegt." Die zogen sich aus dem operativen Geschäft zurück, die GWR übernahm: "Wir waren zuversichtlich, dass die GWR ein professioneller Betreiber ist", sagt Pirker - wie sie das zumindest international gezeigt habe. Dennoch "habe ich auch seither nicht das Gefühl, dass die Antenne Red Bull getrunken hat", umschreibt Pirker, dass die Reichweiten in Wien weiter flau blieben. "Es wäre jetzt ganz sinnvoll, wenn sich irgendetwas in irgendeine Richtung bewegt", sagt der Styria-Chef. Und zwar "bis Jahreswechsel" - "auf Gesellschafterseite". (fid/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 6. August 2001)