Wien - Laut einer Studie des ÖAMTC sind mehr als 90 Prozent aller österreichischen Volksschulkinder im Auto nicht oder nicht ausreichend gesichert. Diese alarmierenden Ergebnisse zum Thema "Kindersicherung im Auto", wurden am Donnertag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben.Kein Sitzerhöher Bei 55 Prozent der beobachteten Kinder im Volksschulalter fehlten die vorgeschriebenen "Sitzerhöher", der Gurt verlief am Hals. 38 Prozent waren überhaupt nicht gesichert. Nur sieben Prozent wurden richtig befördert, berichtete Karl Obermair, Chef der ÖAMTC Interessenvertretung. Studie Bei der im Juli und August dieses Jahres durchgeführten Studie war die Kindersicherung von rund 3.000 Kindern aller Altersgruppen in mehr als 2.000 Pkw beobachtet worden, so der Club. Bei allen Altersgruppen stellten die Beobachter beachtliche Sicherheitsdefizite fest. Obermair: "Noch am Besten funktioniert die Sicherung in Babyschalen mit über 90 Prozent, aber je älter die Kinder sind, umso niedriger werden die Sicherungsraten." Nur etwa drei Viertel aller Kleinkinder zwischen ein und vier Jahren seien im Auto richtig gesichert. Im Kindergartenalter war nur noch jedes Dritte vorschriftsmäßig in einem geeigneten Sitz untergebracht, bei Volksschülern gar nur jeder Zehnte. Kinder im Straßenverkehr Es sei zu begrüßen, dass Eltern zu Schulbeginn auf das richtige Verhalten der Kinder im Straßenverkehr achten, hieß es. Um so unverständlicher sei es aber, dass dann im Auto auf den Kindersitz verzichtet werde. Der Club appellierte in erster Linie an die Eltern, der richtigen Sicherung der Kinder im Fahrzeug oberste Priorität einzuräumen. Obermair: "Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein: Wer seine Kinder liebt, der sichert sie, und zwar richtig!" (APA)