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London/Belfast - Der Chef der IRA-nahen katholischen Partei Sinn Fein, Gerry Adams, hat den protestantischen Unionisten angeboten, zusammen über eine Lösung des Schulkonflikts zu beraten. Adams verurteilte die Aktionen der Anwohner, sagte aber auch, sie stünden nicht für die Mehrheit der Protestanten. "Manche Leute haben darauf bestanden, sie hätten ein Recht zum Protestieren", sagte Adams. "Aber es gibt kein Recht, gegen Kinder zu protestieren." Im Streit um den Schulweg junger katholischer Mädchen in Nordirland zeichnete sich am Donnerstag eine leichte Entspannung ab. Ein massives Aufgebot von Militär und Polizei sorgte dafür, dass die Mädchen im Alter von fünf bis elf Jahren ungehindert in die katholischen Grundschule "Heiliges Kreuz" in Belfast gelangten. Priester Aidan Troy von der Schule zeigte sich erleichtert über den friedlichen Verlauf. "Ich hoffe, dass die Ereignisse von heute als ein Signal für eine Beruhigung zu deuten sind", sagte er. Unterdessen gab es Anzeichen dafür, dass die katholischen Eltern für ihr Recht auf Nutzung des Schulweges um mehr Unterstützung werben wollen. Sie appellierten an nordirische Kirchenführer und Politiker, in den nächsten Tagen mit ihnen durch den umstrittenen Straßenzug zu gehen. (APA/dpa)