Frankfurt/Main - Die Mehrheit der Bevölkerung kennt nicht die Warnsignale eines Schlaganfalls. "Weil ein Schlaganfall in den meisten Fällen nicht weh tut, halten Patienten ihre Symptome wie Taubheitsgefühl in Händen und Beinen oder Doppelbilder vor den Augen nicht für lebensbedrohlich. Sie warten ab, ob sie von selbst verschwinden", kritisiert der Erlanger Neurologe Peter Kolominsky-Rabas in der Zeitschrift "Gesundheit". Dieser Irrtum kann nach Angaben des Experten fatale Folgen haben: Im Schnitt sterbe jeder fünfte Patient innerhalb der ersten vier Wochen. Bei einem Schlaganfall zähle jede Minute. Je früher ein Patient in der Klinik sei, desto besser seien seine Überlebenschancen und desto eher dürfe er hoffen, ohne große Behinderungen davonzukommen. In Deutschland stehen Schlaganfälle auf Platz drei der Liste der Todesursachen. Sie sind zugleich die häufigste Ursache für Behinderungen in der Bundesrepublik. Jedes Jahr trifft etwa 150.000 Deutsche der Schlag. (APA)