Salzburg - Die Firma "Swoboda Karosserie & Stahlbau GesmbH" ergänzte am Nachmittag ihre erste Stellungnahme zum Gutachten über die Unglücksursache von Kaprun noch um einige Details: So erklärt das Unternehmen, dass zwar "die Erstausrüstung der Führerstandskabine mit dem Heizlüfter 1994 im Werk Oberweis erfolgte", aber: "Die Hydraulikleitungen wurden erst später bei der Anlage in Kaprun - weder von der Fa. Swoboda selbst noch von einem beauftragten Subunternehmen der Fa. Swoboda - montiert." Das Unternehmen betonte in seiner Aussendung zudem erneut: Das ausfließende Hydrauliköl habe die "nachträglich" und "nicht von der Fa. Swoboda" in unmittelbarer Nähe der Hydraulikleitungen eingebauten Holzverkleidungen samt Mineralwolle durchtränkt. Streit um Heizlüfter Zu den gutachterlichen Feststellungen, wonach der eingebaute Heizlüfter nicht für den Einbau in Fahrzeuge geeignet war, stellt das Unternehmen fest, dass ihm "eine entsprechende Betriebsleitung nicht bekannt war". Nach derzeitigem Wissensstand sei eine derartige Betriebsanleitung auch im gerichtlichen Gutachten nicht enthalten. Swoboda verweist zudem darauf, dass "die gesamte Ausrüstung des Führerstandes, einschließlich des ÖVE-geprüften Heizlüfters" 1994 von der Behörde bewilligt worden sei. Auch anlässlich eines 1997 durchgeführten Überprüfungsverfahrens durch eine autorisierte Stelle sei dieser Heizlüfter nicht als Gefahrenquelle beanstandet worden. Verantwortlichkeit von Swoboda an Rexroth weitergereicht Harald Schiffl, Unternehmenssprecher der Gletscherbahnen Kaprun AG, bestätigt die Aussagen der Firma Swoboda, wonach Swoboda für die Montage der Hydraulikleitungen nicht zuständig war. Diese "sind von Rexroth eingebaut worden", so Schiffl, der darauf verweist, dass "alle beteiligten Firmen" die Arbeiten "selbstverantwortlich durchgeführt" hätten. Swoboda habe den Wagenaufbau - inklusive Führerstandsheizung - geliefert. In diesem seien dann von Mannesmann Rexroth die Hydraulikleitung montiert worden, erklärte Schiffl, der auch hier auf die Verantwortung der Lieferfirmen verweist, "nach Stand der Technik, nach Normen, nach Vorschriften" vorzugehen. (APA)