Wien - Nur ein "Ankündigungsfeuerwerk" stellen für die SPÖ die von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer in den vergangenen Wochen ins Spiel gebrachten Reformen im Schulwesen dar. Sowohl die Pläne einer AHS-Aufnahmeprüfung als auch die Diskussion über die Realschule und die mittlere Reife seien ein Zeichen der Rat- und Konzeptlosigkeit der Regierung, betonte SPÖ-Bildungssprecher Dieter Antoni in einer Aussendung am Samstag. Einerseits folge auf Gehrers Ankündigungen üblicherweise nichts mehr nach, kritisierte der SPÖ-Bildungssprecher, anderseits sei dahinter auch kein überlegtes Konzept und keine erkennbare Zielformulierung über die Zukunft des österreichischen Bildungswesens erkennbar. Er habe außerdem den Verdacht, dass ÖVP und FPÖ mit ihrer "Ankündigungspolitik ganz bewusst Verwirrung und Desinteresse in der Bevölkerung in Kauf nehmen", um die Beteiligung am vom 6. bis 13. November stattfindenden Bildungsvolksbegehren möglichst niedrig zu halten. Mit der Ankündigung einer Reform der AHS-Oberstufe greife Gehrer eine jahrelange Forderung der SPÖ auf, so Antoni. In diesem Punkt sei man auch verhandlungsbereit. Allerdings verlange die SPÖ eine generelle Reform, die auch die berufsbildenden Schulen umfasst.(APA)