Linz - Die FPÖ werde so lange am Volksbegehren "Veto gegen einen EU-Beitritt der Republik Tschechien" festhalten, "bis eine verbindliche Stilllegungserklärung für das Atomkraftwerk Temelin vorliege". Dies betonten der oberösterreichische FP-Chef Landesrat Hans Achatz, Landesrätin Ursula Haubner (F) und der freiheitliche Klubobmann im oberösterreichischen Landtag, Günther Steinkellner, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montag in Linz. Die Empfehlung des außenpolitischen Ausschusses des EU-Parlaments, die "Nulloption" in Bezug auf das AKW-Temelin zu prüfen, sei ein Erfolg, der auch auf die Veto-Drohung zurückzuführen sei, denn diese sei "als ein eindeutiges Signal in Brüssel verstanden" worden, hieß es bei der Pressekonferenz. Achatz: "Dennoch liegen von der EU-Kommission noch keine verbindlichen Zusagen vor, Tschechien nicht aufzunehmen, sollte Temelin in Vollbetrieb gehen". Das Volksbegehren richte sich aber, so betont die FPÖ, "keinesfalls gegen die tschechische Bevölkerung, die als Schicksalsgefährte gesehen wird". (APA)