Washington/Bagdad - Amerikanische und britische Maschinen haben erneut Flugabwehrstellungen in der südlichen Flugverbotszone im Irak beschossen. Sie hätten damit auf die Bedrohung westlicher Flugzeuge vom Boden reagiert, teilte das für die Region zuständige US-Zentralkommando in Florida über den Vorfall vom Sonntag mit. Insgesamt sind nach Angaben des US-Militärs amerikanische und britische Maschinen in diesem Jahr bereits 380 Mal während Kontrollflügen in den beiden irakischen Verbotszonen mit Artillerie und Raketen beschossen worden. Einem Bericht der irakischen staatlichen Nachrichtenagentur INA vom Montag zufolge sind bei der Aktion acht Menschen getötet und drei verletzt worden. Der "scheußliche Angriff" habe sich in Salhija in der Provinz Wassat ereignet, rund 140 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad. Von amerikanischer und britischer Seite wurde dies nicht bestätigt. In der Mitteilung des Zentralkommandos wurde vielmehr bekräftigt, dass die westlichen Flugzeuge niemals die Zivilbevölkerung ins Visier nähmen und die Piloten alles in ihrer Macht Stehende täten, um Zivilisten und zivile Einrichtungen unversehrt zu lassen. (APA)