Wien - Von einer "unnötigen und kontraproduktiven" Panikmache spricht die freiheitliche Generalsekretärin, Theresia Zierler, im Zusammenhang mit der von Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf geforderten "geordnete Zuwanderung" um den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Für die FPÖ sei die Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotentials, die Erhöhung der Beschäftigungsquote älterer Menschen, die Erhöhung der Frauenquote oder die Forcierung von Qualifikationsmaßnahmen vorrangig. SPÖ: FPÖ verkennt Realität Die SP-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl wirft der FPÖ "mangelnden Sachverstand und bewusste Irritation" beim Thema Zuwanderung vor. Nach der Forderung von Wirtschaftsbundgeneralsekretär Karlheinz Kopf nach "geordneter Zuwanderung" um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, habe die FPÖ mit einem "altbekannten Reflex", nämlich einem "kategorischen Nein zu einem vernünftigen Maßnahmenpaket" reagiert. Die SPÖ trete für eine Weiterbildungsoffensive, für verstärkte Einbindung von Frauen und die gezielte Zuwanderung von ausländischen Fachkräften ein, meinte Kuntzl am Montag in einer Aussendung. Die Kritik von FP-Generalsekretärin Theresia Zierler, wonach Ausländer eine höhere Arbeitslosigkeit aufweisen würden, sei ein "absurder und unzulässiger Vergleich", so Kuntzl. "Denn Arbeitslosigkeit ist hauptsächlich ein Qualifikationsproblem", so die SP-Politikerin weiter. Sie erneuerte auch ihre Forderung nach einer unabhängigen Kommission, die "klare und objektive Kriterien für die Zuwanderung festlegt". (APA)