Wien - Ihre massive Unterstützung für das "Sozialstaats-Volksbegehren" haben am Dienstag der Vorsitzende der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG), Fritz Neugebauer, und FCG-Bundessekretär Karl Klein angekündigt. Eine überparteiliche Plattform rund um Initiatoren wie die ehemalige SP-Frauenministerin Johanna Dohnal, den Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister, den Politikwissenschafter Emmerich Talos, den Mediziner Werner Vogt oder die evangelische Superintendentin Gertraud Knoll hatte am Montag das Volksbegehren angekündigt. Ziel ist es, den Sozialstaat in der Verfassung zu verankern. Neugebauer und Klein erklärte an Dienstag in einer Aussendung, das Ziel des Volksbegehrens sowie der vorgeschlagene Verfassungstext leite die Verantwortung des Staates zur gerechten Gestaltung der sozialen Sicherheit ab. Damit treffe das Volksbegehren genau die Anliegen der FCG, wie sie auch in den Christlichen Soziallehren definiert seien. Die FCG werde sich auch dafür einsetzen, dass aus der Verfassungsbestimmung konkreter Nutzen und aktuelle Schlussfolgerungen gezogen werden. Eine Verfassungsbestimmung "ohne Leben" wäre für die FCG zu wenig. Neugebauer und Klein wiesen vor allem darauf hin, dass die Erfüllung des Bedürfnisses der Menschen nach sozialer Sicherheit eine Aufgabe des Staates sei, die in öffentlich rechtlichen Institutionen und in Selbstverwaltung der Bürger durch die Interessenvertretungen umzusetzen sei. Die Republik dürfe sich dieser Verantwortung weder entledigen, noch die Sicherung des Gemeinwohls dem "Markt" überlassen. (APA)