Lifestyle soll dem darbenden Geschäft mit Mobiltelefonen neuen Schwung geben. Neben Handys liefern die Hersteller darum zunehmend Spiele und Programme, die der Anwender via Internet herunterladen kann. Bei Siemens soll das ab Oktober erhältliche neue C45 mit diesen Möglichkeiten zur Cashcow werden."GPRS ist noch nicht fertig für den Massenmarkt" Das rund 5000 Schilling teure Handy wird jedoch nicht den Übertragungsstandard GPRS für schnelle Internetverbindungen unterstützen. "GPRS ist noch nicht fertig für den Massenmarkt", lautete die lapidare Begründung. Dafür ermöglicht das so genannte "Enhanced Messaging", eine Erweiterung der SMS-Kurzbotschaften, den Versand von Bildern und Klingeltönen. Mit "Battlemail Kung Fu" liefert Siemens dazu ein Spiel, mit dem Handybesitzer per SMS gegeneinander antreten können. 400 Millionen Handys sollen verkauft werden Die Boomjahre im Handymarkt seien endgültig vorbei, bestätigte Peter Zapf, Leiter der Siemens-Mobilfunksparte, "Wachstumsraten von 40 Prozent Vergangenheit". Der Handymarkt werde nur noch um 15 bis 20 Prozent wachsen. Insgesamt sollen heuer nur 400 Millionen Handys verkauft werden. 2000 als Spitzenjahr Im vergangenen Jahr erreichte der Markt nach 280 Mio. Stück 1999 mit 410 Millionen Handys seinen Höchststand. Die vor Jahresfrist noch prognostizierten 500 Mio. Stück für 2001 wurden im Verlauf des Jahres von den drei größten Herstellern Nokia, Motorola sowie Ericsson laufend nach unten korrigiert.(Thomas Jäkle aus Istanbul/Der Standard, Printausgabe vom 12. 9. 2001)