Las Palmas - Vor der kanarischen Ferieninsel Lanzarote sind zwei große Öl-Teppiche gesichtet worden. Sie verteilen sich auf einer Länge von 21 und neun Kilometern und sind etwa 150 Kilometer von der Küste entfernt, teilte die spanische Umweltschutzorganisation Adena am Mittwoch in Las Palmas auf Gran Canaria mit. Vermutlich habe ein Tanker auf hoher See seine Laderäume gereinigt und das Öl einfach im Meer verklappt, hieß es. Die Verunreinigung wurde von einem Satelliten der Europäischen Weltraumagentur ESA festgestellt. Bereits in den vergangenen Tagen waren sowohl auf Lanzarote als auch auf der Nachbarinsel Fuerteventura kleinere Ölklumpen an Land gespült worden. Die Umweltschützer riefen die Behörden auf, die Verklappung stärker zu bekämpfen, um eine Ölpest zu verhindern. Diese illegale Praxis habe in den vergangenen Monaten stark zugenommen. So seien auch vor den Küsten Senegals und Guinea Bissaus zwei große Ölteppiche mit einem Umfang von 19 und 100 Kilometern gesichtet worden. (APA/dpa)