Wien - "Es war ein Schlag ins Gesicht der Demokratie", kommentiert Paul Michal, Geschäftsführer von Beko, bei der Vorstellung des Zentralen Melderegisters die tragischen Ereignisse in New York und Washington. Die Ifabo läuft, nachdem Dienstagabend nach dem Bekanntwerden der ersten Meldungen die Veranstaltung praktisch lahm gelegt war, am Tag nach der Katastrophe natürlich weiter, wenngleich gedämpft, wobei die Terroranschläge das Gesprächsthema Nummer eins sind. Was nicht weiter verwundert, hat doch gerade die Computerbranche ihre Wurzeln in den USA, und es gibt wohl kaum einen höherrangigen IT-Mitarbeiter, der nicht mehrmals die USA besucht hat. "Vor ein paar Wochen bin ich noch dort oben gestanden", hört man mehr als nur einmal, wenn die Sprache auf das World Trade Center kommt, das innerhalb weniger Stunden komplett vom Erdboden verschwunden ist. "Es ist schwer, zur Tagesordnung überzugehen", beschreibt Michael Widter, der für Public Relations bei Navision verantwortlich ist.Konjunktursorgen Sorgen machen freilich auch die Auswirkungen auf die US-Konjunktur und in der Folge auf die gesamte Weltwirtschaft. "Ganze Firmen, die im World Trade Center ihr Headquarter hatten, sind einfach ausradiert", sinniert Widter mit Schaudern. Für Beklemmung sorgt auch das Werbeplakat der benachbarten Logistikmesse Lognet: Das Flugzeug, das symbolisch durch die Regalreihen eines Lagerhauses fliegt, hat eine neue, makabere Bedeutung gewonnen. (Uwe Fischer-Wickenburg, DER STANDARD, Printausgabe 13.9.2001)