Brüssel - Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihr seit Monaten angekündigtes Diskussionspapier - das "Weißbuch" - zur Verkehrspolitik vorgelegt. Es enthält auf 20 Seiten viele Grundsätze und spricht von 60 Maßnahmen, die aber nicht ausgeführt werden. "Tarifierung, Revitalisierung anderer Verkehrsträger als des Straßenverkehrs und gezielte Investitionen in das transeuropäische Netz" sollen "eine Stabilisierung der Verkehrsträgeranteile auf ihrem Niveau von 1998" erreichen, um "bis 2010 zu einer ausgewogeneren Verteilung zu gelangen", so das Weißbuch, das Basis für kommende konkrete Vorschläge der Kommission ist. Prinzipien Zu den Prinzipien gehört die besondere Finanzierung für ökologisch sensible Regionen. Dazu müsse "investiert werden können, bevor die ersten Einnahmen aus dem Betrieb zu verbuchen sind". So "sollte es möglich sein, in dem ganzen betroffenen Gebiet oder auf den möglichen Ausweichstrecken Maut- oder Benutzungsgebühren zu erheben und den nationalen oder regionalen Budgets zuzuführen." Die EU will Verkehrszunahme und Wirtschaftswachstum entkoppeln, "ohne dass eine Beschränkung der Mobilität von Personen und Gütern erforderlich wäre". (APA)