London - Der Ölpreis ist am Donnerstag wegen schwindender Risiken eines militärischen Schlags der USA gegen eines der Erdöl exportierenden Länder in Reaktion auf die Attentate vom Dienstag weiter zurückgefallen. Am Londoner Warenterminmarkt IPE kostete ein Barrel (159 Liter) der marktführenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Oktober am Nachmittag mit rund 28 Dollar etwa so viel wie vor den Anschlägen auf die USA. Unmittelbar nach den Terroranschlägen war der Preis für Brent-Öl am Dienstag um drei auf etwa 31 Dollar in die Höhe gesprungen. Zudem drückten nach Angaben von Händlern wachsende Ölvorräte der USA und die Aussichten auf eine deutlichere Abkühlung der Weltwirtschaft das Preisniveau. Opec beruhigt Zur Beruhigung der Situation an den Ölmärkten habe auch die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) selbst beigetragen, sagten Händler. So bekundete Saudi-Arabien als weltgrößter Ölexporteur seine Unterstützung der USA im Kampf gegen den Terrorismus. Zugleich sicherte das Königreich zu, mögliche Engpässe auszugleichen. Der aus Algerien stammende Opec-Präsident Chakib Khelil versicherte, das Ölkartell werde den weltweiten Ölbedarf decken. (DER STANDARD, Printausgabe 14.9.2001)