Wien - Die Nachfrage nach Heizöl in Österreich war in den ersten acht Monaten dieses Jahres deutlich höher als im Vorjahr. Die OMV, Österreichs Marktführer in diesem Bereich, meldet von Jänner bis inklusive August einen Nachfrageanstieg um 33 Prozent. Für September erwarte der Konzern weit weniger Nachfrage nach Heizöl, erklärte OMV-Sprecherin Bettina Gneisz. Im Gesamtjahr 2000 hat die OMV 2,97 Mill. Tonnen Heizöl abgesetzt. Stärkere Nachfrage der Händler Entgegen den Meldungen aus anderen europäischen Ländern sei es nach den Terroranschlägen in den USA in Österreich zu keinen Hamsterkäufen bei Heizöl gekommen. Lediglich unter den Händlern sei die Nachfrage am Mittwoch etwas stärker gewesen, so dass die OMV in diesem Absatzbereich kurzfristig Kontingente eingeführt habe. Am Donnerstag habe sich die Nachfrage aber schon wieder beruhigt, so Gneisz. Belgier kauften verstärkt Heizöl auf Vorrat In Belgien beispielsweise hatte sich die Nachfrage nach Heizöl am Mittwoch schlagartig versiebenfacht, nachdem der Rohlölpreis nach den Anschlägen in den USA um mehr als drei Dollar auf über 31 Dollar (34,2 Euro/471 S) je Barrel gestiegen war. Gegen Donnerstagnachmittag ist der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Norsee-Sorte Brent in London mit rund 28 Dollar allerdings wieder etwa auf sein Niveau vor den Anschlägen zurückgegangen, nachdem die OPEC - die Organisation Erdöl exportierender Länder - erklärt hatte, den weltweiten Ölbedarf nach den Terroranschlägen in den USA zu decken und den Marktpreis stabil zu halten. Stabile Treibstoffpreise Angesichts dessen blieben auch die Treibstoffpreise vorerst stabil. "Derzeit bewegen sich die Produktenpreise noch innerhalb der normalen Bandbreite. Wir sehen daher noch keinen Handlungsbedarf die Treibstoffpreise zu erhöhen", betonte Gneisz. (APA)