Skopje - Zwischen der mazedonischen Regierung und dem EU-Sondergesandten Francois Lcotard herrscht Uneinigkeit über die Stationierung internationaler Truppen zum Schutz ziviler Beobachter. Leotard lehnte am Freitag in Skopje eine Stationierung von Soldaten nur an den Grenzen ab. Ein mögliches Mandat zum Schutz der Grenzen dürfe "nicht die einzige Aufgabe dieser Truppen" sein, sagte Leotard der Nachrichtenagentur AFP. Die Schutztruppen müssten die Beobachter auch in Gebiete begleiten dürfen, in denen die Situation angespannt sei. Zudem gehe es darum, wieder Vertrauen aufzubauen. Deshalb seien weitere Gespräche mit der mazedonischen Regierung erforderlich. Diese mache sich hauptsächlich Sorgen um den Grenzschutz, die Angelegenheit sei jedoch komplexer. Die NATO-Mission "Wesentliche Ernte" zur Entwaffnung der albanischen Rebellen endet am 26. September. Westliche Länder und die mazedonische Regierung befürchten im Anschluss ein "Sicherheitsvakuum". Bisher ist nur die Entsendung ziviler Beobachter vorgesehen. Die mazedonischen Behörden lehnen eine Verlängerung des NATO-Mandats strikt ab, schließen jedoch eine internationale Militärpräsenz unter UNO-Mandat nicht aus. (APA)