Bild nicht mehr verfügbar.

Ayatollah Mohammad Emami Kashani

Foto: APA/AFP/Baz
Teheran/Wien - Einer der führenden Geistlichen des Iran, Ayatollah Mohammad Emami Kashani, hat die Terrorangriffe auf die USA beim traditionellen Freitagsgebet auf das Schärfste verurteilt und ein Ende des Terrorismus gefordert. "Wie kann jemand so einem Ereignis, bei dem unschuldige Männer, Frauen und Kinder ermordet wurden, gleichgültig gegenüberstehen? Die Islamische Republik verurteilt dieses erschreckende Ereignis, das von unbekannten Terroristen verübt worden ist", wurde Kashani von der iranischen Nachrichtenagentur IRNA zitiert. Der Geistliche betonte weiters, dass die Täter für ihn keine Moslems seien, auch wenn sie sich selbst dem Islam zugehörig gefühlt hätten. "Denn der Islam erlaubt solche Taten nicht! Niemals darf das Leben unschuldiger Menschen gefährdet werden!" Hoffen auf Umdenken Kashani erklärte, er hoffe, die Terroranschläge würden ein Umdenken in der Weltpolitik zur Folge haben. "Die Ereignisse von Dienstag sind überaus beunruhigend und zu verurteilen. Die Mächte der Welt müssen jedoch ebenso die Lehren daraus ziehen, speziell die USA, und neue politische Wege einschlagen!" In diesem Zusammenhang verurteilte er auch das Verhalten der israelischen Regierung, die seiner Meinung nach mit dem militärischen Vorrücken in die Palästinensergebiete versuche, die Situation auszunutzen. Vor Kashani hatten bereits zahlreiche andere führende Politiker und Geistliche des Iran - von Präsident Mohammed Khatami bis zum geistlichen Führer Ayatollah Ali Khamenei - die Terroranschläge in New York und Washington vehement verurteilt und den USA ihr Beileid bekundet. (APA)