Internationale Experten haben den katholischen Kirchensender Radio Vatikan vor dem Vorwurf in Schutz genommen, Elektrosmog aus einem Sendemast sei für einen Anstieg von Krebserkrankungen bei Anwohnern verantwortlich. Experten aus Italien, Großbritannien und Deutschland seien zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zahl der Leukämiefälle in Santa Maria di Galeria, wo der Sendemast stand, nicht höher seien als in Rom, erklärte der italienische Gesundheitsminister Girolamo Sirchia am Samstag bei der Vorstellung des Berichts. Der Bericht empfiehlt allerdings eine größer angelegte Studie, in der landesweit die Daten aus der Ortschaft mit Statistiken anderer Kleinstädte verglichen werden sollen. Italiens damaliger Umweltminister Willer Bordon hatte dem Papst-Sender vor Ostern gedroht, den Strom abzuschalten, falls er die vor zwei Jahren verschärften staatlichen Vorschriften für elektromagnetische Emissionen nicht erfülle. (APA)