Wien - In der österreichischen Warenverkehrsbilanz klaffte im 1. Halbjahr 2001 ein deutlich größeres Loch als im Vorjahr. Vorläufigen Zahlen zufolge kletterte das traditionelle Defizit um 8,6 Milliarden Schilling oder nahezu 30 Prozent auf 37,8 Milliarden Schilling (2,7 Milliarden EURO), gab die Statistik Austria am Montag bekannt. Hauptverantwortlich sind die um 16,2 Prozent gestiegenen Importe aus Drittstaaten (exklusive EU-Länder). Die Exporte verzeichneten dagegen nur einen leichten Anstieg um 4,4 Prozent. Das Außenhandelsdefizit mit Drittstaaten betrug von Jänner bis Juni 7,7 Milliarden Schilling. Verhältnismäßig mehr Waren wurden im ersten Halbjahr in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) exportiert als importiert. Die Einfuhren nahmen um 14,8 Milliarden Schilling beziehungsweise um 4,4 Prozent zu, die Ausfuhren hingegen erhöhten sich um 25,1 Milliarden Schilling beziehungsweise um 8,6 Prozent. Somit ermäßigte sich das Außenhandelsdefizit mit den EU-Ländern im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 10,3 Milliarden Schilling oder 25,5 Prozent. (APA, DER STANDARD, Printausgabe 18.9.2001)