Letztes Jahr ist Larry Hagman im amerikanischen Fernsehen noch einmal in seiner berühmtesten Rolle aufgetreten. In "Doing Dallas" mimte der Schauspieler, der am 21. September 70 Jahre alt wird, wieder den Fiesling J.R. Ewing. Das war die schillernde Hauptfigur der längst legendären TV-Serie "Dallas", die in den achtziger Jahren ein Welthit war. Die Attraktion dieser Serie war nicht nur das endlos verwickelte Spiel um Macht, Öl und Liebe, sondern eben auch dieser skrupellos intrigante Schürzenjäger, dem Hagman das Gesicht lieh. Weltweiter Erfolg als J.R. Ewing Dabei hatte es um den gebürtigen Texaner Ende der siebziger Jahre noch schlecht ausgesehen. Er spielte in zweitklassigen TV-Serien mit, von Starruhm himmelweit entfernt. Doch dann kam das Angebot des TV-Senders CBS, die Schlüsselrolle in der neuen Serie "Dallas" zu übernehmen. "Die Zeit war reif für einen wirklich gemeinen Kerl, und ich bin's!" So beurteilte Hagman selbst den ungeheuren Erfolg, den er in 70 Ländern der Welt als Ölmilliardär J.R. Ewing feiern konnte. Als am 30. Juni 1981 "Dallas" auch in Deutschland anlief, war Hagman längst ein gemachter Mann, der auf Grund seiner Popularität zweistellige Millionengagen verlangen konnte und auch bekam. Krebserkrankung und Leber-Transplantation Im Sommer 1990 wurde die Serie zu Grabe getragen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Gagenforderungen der Seifenoper-Stars nicht mehr zu bezahlen waren. Das galt nicht zuletzt für den seit 1954 mit einer Schwedin verheirateten zweifachen Vater und fünffachen Großvater. Eine schwere Krebserkrankung und eine daraus resultierende Leber-Transplantation zwangen Hagman lange zum Abschied von der Schauspielerei. (APA)