Brüssel/Wien - Am Donnerstag treffen die Innen- und Justizminister der 15 EU-Länder in Brüssel zu einer Sondersitzung des Rates "Justiz und Inneres" zusammen. Einziges Thema der Sitzung ist die Bekämpfung des Terrorismus auf europäischer und internationaler Ebene. Für Österreich wird Innenminister Ernst Strasser (VP) an dem Treffen teilnehmen. Die EU-Minister wollen beim Sondertreffen politische Initiativen im Bereich Justiz und Inneres erörtern, die zwischen der EU und den USA eingeleitet werden sollen. Zur Debatte stehen zwei Rahmenbeschlüsse der Europäischen Kommission zur Terror-Bekämpfung und über den europäischen Haftbefehl. Die belgische Ratspräsidentschaft will eine Reihe von Initiativen vorschlagen, die unter anderem die Zusammenarbeit in Strafsachen, eine engere Zusammenarbeit von Europol, der nationalen Polizeikräfte und den Zivilschutz betreffen. Grüne fordern Akkordierung von Österreichs Position Die Grünen fordern eine Akkordierung der österreichischen Position für den EU-Sondergipfel nach den USA-Anschlägen. Im Hauptausschuss am Mittwoch sollte die Haltung Österreichs zwischen Nationalrat und Regierung auch mit der Opposition abgestimmt werden, forderte Grünen-Chef Alexander Van der Bellen am Dienstag. Österreich müsse beim EU-Sondergipfel darauf drängen, dass Europa sich als "Stimme der Vernunft" dagegen ausspricht, dass "die Spirale der Gewalt weiter gedreht wird". An der Sitzung des Hauptausschusses sollten, forderte Van der Bellen, auch der Bundeskanzler und die Außenministerin teilnehmen. Außerdem hielten es die Grünen für sinnvoll, am Donnerstag auch den Auswärtigen Rat einzuberufen, "um eine wirklich ausreichende Akkordierung der österreichischen Position vornehmen zu können". Grüne brauchen Unterstützung Für die Änderung der Tagesordnung im Hauptausschuss ist die Zustimmung eines Viertels der Abgeordneten nötig. Es müssten also entweder Abgeordnete der SPÖ oder der Regierungsfraktionen den Wunsch der Grünen unterstützen. Den Auswärtigen Rat könnten die Grünen - ihre Vertreterin dort ist Ulrike Lunacek - zwar selbst einberufen, wobei dann aber eine vierzehntägige Frist für das Zusammentreten vorgesehen wäre. Van der Bellen forderte deshalb die Regierungsfraktionen auf, von sich aus eine Sitzung des Rates für Donnerstag anzusetzen. (APA)