Der neue Internet-Wurm "Nimda" hat in Japan die Rechner mehrerer Firmen, einer Universität und einer Bank befallen. In der Schweiz war die Post betroffen. "Nimda" pflanzt sich selbstständig fort und kann einzelne Rechner wie auch ganze Computer-Netzwerke lahm legen.FBI ermittelt In den USA wurden mehrere tausend Rechner attackiert. Die amerikanische Bundespolizei FBI hat die Ermittlungen aufgenommen. US-Justizminister John Ashcroft warnte am Dienstag, "Nimda" sei vermutlich schlimmer als "Code Red". Webseiten waren infiziert In Japan musste die Tsuru Credit Union ihre Web-Site vom Netz nehmen, weil sie infiziert war. Davon waren auch die Online-Transaktionen von Kunden betroffen. Infiziert waren vermutlich auch die Rechner der Nachrichtenagentur Kyodo und der Zeitung "Chunichi". In der Schweiz sagte ein Sprecher von Postfinance, Alex Josti, infiziert seien die Finanzportale der Post im Internet, Postfinance und Yellowworld. Nicht betroffen sei die Postcard. Das Problem wird laut Josti mit höchster Priorität behandelt. Der Sprecher hoffte, dass die Panne im Laufe des Mittwochs behoben werden könne. "Readme.exe" keinesfalls öffnen "Nimda" versucht, eines der 16 bekannten Sicherheitslöcher in der Internet-Information-Services-Software (IIS) von Microsoft auszunutzen, wie Ken Van Wyk von der Firma ParaProtect erklärte. Er verbirgt sich in E-Mails mit dem Anhang "Readme.exe". Solche Anhänge dürfen auf keinen Fall geöffnet werden. Betroffen sind die Betriebssysteme Windows NT und Windows 2000. Im Juli und August dieses Jahres hatten die Würmer "Code Red" und "Code Red II" hunderttausende Computer heimgesucht, obwohl sie lediglich eine einzige der Sicherheitslücken nutzten. "Dispatchers" unter Verdacht Bisher ist unklar, wer hinter der Attacke steht. Die erste Attacke wurde aus Norwegen gemeldet. Eine Hacker-Gruppe mit dem Namen "Dispatchers" hatte am Montag nach Angaben des FBI Angriffe auf Kommunikations- und Finanzstrukturen angekündigt. Bereits nach den Terroranschlägen der vergangenen Woche in den USA hatte das FBI vor vermehrten Hacker-Angriffen gewarnt. (APA/AP)