Bregenz - Der mysteriöse Bahnunfall, der sich Samstagabend auf der Arlbergbahn zugetragen hat, war am Montag Gegenstand von ÖBB-internen Untersuchungen. Auf der Heimfahrt vom Bundesligamatch SW Bregenz gegen den FC Tirol ist ein 33-jähriger Tiroler Fußballfan aus Fulpmes in Innerbraz bei Bludenz aus bisher unbekannter Ursache aus dem fahrenden Zug gestürzt und wurde erst Sonntagmittag entdeckt. Der Schwerverletzte wurde mit dem ÖAMTC Notarzthubschrauber Christophorus 8 in das Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen, mittlerweile hat sich der Zustand des Unfallopfers gebessert und stabilisiert, hieß es am Montag im LKH Feldkirch.Mann wollte nur auf Toilette Mit der genauen Klärung der Ursachen und es Unfallherganges wurde die Staatsanwaltschaft Feldkirch beauftragt. Nach ersten Ermittlungen der Gendarmerie Bludenz hatte der Tiroler etwa zehn Minuten vor der Einfahrt in den Arlbergtunnel gegenüber zwei Begleitern angegeben, auf die Toilette zu gehen. Der Mann dürfte alkoholisiert gewesen sein und könnte unabsichtlich eine Waggontüre geöffnet haben. Bei älteren Garnituren soll das während der Fahrt möglich sein. Als der 33-Jährige bis Landeck nicht ins Abteil zurückgekehrt war, wurde zunächst im Zuge eine - vergebliche - Suche nach dem Mann durchgeführt. Daheim in Fulpmes wurde Sonntag früh Abgängigkeitsanzeige erstattet. Am Sonntag kurz nach 13 Uhr - inzwischen waren zahlreiche Züge vorbei gefahren - entdeckten zwei einer Lokführer, die mit zwei aneinander gekoppelten Triebwagen unterwegs waren, im Raum Braz neben dem Richtungsgleis Innsbruck den Vermissten. Der verletzte und unterkühlte Tiroler wurde an Ort und Stelle von einem Notarztteam erstversorgt, nach Bludenz gebracht und von dort mit dem Hubschrauber nach Feldkirch geflogen. Unfall in Bayern In der bayerischen Bodenseestadt Lindau hat sich Sonntagnachmittag ebenfalls ein schwerer Unfall im Bahnbereich ereignet. Zwei junge Deutsche stiegen im Güterbahnhof Lindau-Reutin auf einen Kesselwagen. Dabei berührte ein 22-Jähriger die stromführende Oberleitung und erlitt schwerste Verbrennungen. Das Unfallopfer kämpft laut Mitteilung der Polizeidirektion Kempten in einem Münchner Krankenhaus um sein Leben. (APA)