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Eine Trägerplatte von Naturstoffproben für eine Untersuchung

Foto: Archiv/APA
Weltweit gehört der Gesundheitsbereich zu den am stetigsten und dynamisch wachsenden Bereichen. Die "Aging Society" gilt als einer der Zukunftstrends des 21. Jahrhunderts. Die demografische Entwicklung in den Industrieländern führt zu einer immer älter, aber gleichzeitig auch wohlhabender werdenden Bevölkerung. Daraus folgt eine steigende Nachfrage nach Medikamenten und Dienstleistungen im Bereich Life Science bzw. Healthcare. Von diesem Trend sollten in erster Linie Fonds profitieren, die in diesem Bereich ihren Investitionsschwerpunkt haben. Aus den vielen am Markt existierenden Healthcare Fonds mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten hat e-fundresearch zwei näher unter die Lupe genommen, um den oft entscheidenden Unterschied in der Performanceentwicklung herauszuarbeiten, den Anteil der Investments in den Biotechsektor. Zürich Invest Life Science vs. Credit Agricole Global Healthcare C Beide Fonds investieren in internationale Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich. Hierbei werden die Schwerpunkte auf führende und besonders zukunftsträchtige Unternehmen aus den Bereichen Pharmazeutik, Biotechnologie, Gesundheitsdienstleistungen und Medizintechnik gelegt. Das Management investiert sowohl in große hochkapitalisierte Blue Chips als auch in mittlere und kleine Unternehmen dieser Sektoren, jedoch mit unterschiedlichen Ansätzen und Gewichtungen. Der entscheidende Unterschied Bezüglich der Länderallokation sind beide Fonds stark in den USA gewichtet. Eine weitere Kernregion stellt bei beiden das Vereinigte Königreich dar. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Konzeption der Fonds. "Der minimale Anteil im Bereich Pharma liegt bei 50 Prozent, der maximale Anteil im Biotechsektor bei 30 Prozent und wir versuchen unsere Barquote niedrig zu halten, da wir davon ausgehen, dass ein Anleger immer voll investiert sein will, wenn er unseren Fonds kauft", erläutert Nicolas Huber die Anlagerichtlinien seines Fonds. Er sieht den Pharmabereich als Rückgrat und den Biotechanteil als Gehirn des Fonds, also eine Symbiose von Tradition und Innovation. Diese Art der Anlagerichtlinien kennt der Fonds der Credit Agricole nicht. Hier kann je nach Markteinschätzung der Anteil der Sektoren am Portfolio frei gewählt werden. Anhand der historischen Daten war eine eher defensivere Haltung des Managements in der vergangenen Zeit festzustellen. So hatte der Fonds z.B. in den Monaten Januar bis Juni 2001 nur eine maximale Investitionsquote von ca. sechs Prozent im Biotechnologiebereich, was die zu diesem Zeitpunkt eher pessimistische Markteinschätzung des Managements bezüglich dieses Sektors charakterisierte. Der Fonds war in den genannten Monaten im Pharmabereich stark übergewichtet. Die aktuelle Portfolioaufstellung wirkt wieder etwas offensiver. Nicolas Huber vom Zürich Invest sah den Markt etwas früher positiver, er investierte bereits im Frühjahr wieder in Biotechnologie und beabsichtigt ca. 28 Prozent des Fonds bis zum Ende des Jahres auf diesen Sektor auszurichten. Renditeunterschiede vorprogrammiert Dies wirkte sich natürlich unmittelbar in der kurzfristigen Performancebetrachtung aus. Durch die extrem defensive Ausrichtung auf Pharmatitel gelang es dem Management des CA Global Healthcare, im Jahreszeitraum sowohl die Benchmark (MSCI World Health & Personal Care) als auch den Life Science-Fonds der Zürich Invest zu übertreffen, da die Biotechwerte im ersten Halbjahr 2001 im Vergleich zu den Pharmatiteln im Sog der allgemeinen Marktschwäche überproportional verloren. So erwirtschaftete der CA-Fonds eine Performance von 10,34 Prozent, der ZI-Fonds -8,86 Prozent. Betrachtet man den gesamten Zeitraum seit Auflegung der beiden Fonds ergibt sich ein quantitativ anderes Bild. Hier konnte Nicolas Huber mit seinem Fonds eine erheblich höhere Performance von 73,56 Prozent gegenüber dem CA Global Healthcare (51,28 Prozent) bei fast identischem Risiko generieren. Die Aufteilung entscheidet Der entscheidende Faktor für die Performance war somit die Markteinschätzung des Managements bezüglich des Biotechnologiesektors. Im Jahresvergleich hatte hier das Management des CA-Fonds aufgrund seiner Skepsis gegenüber Biotechnologiewerten die Nase vorn, zum Zeitpunkt der Biotechhausse des Jahres 1999/2000 war die offensivere Ausrichtung des ZI-Fonds günstiger und verhalf ihm zu einer höheren kumulierten Wertentwicklung über den gesamten Zeitraum seit seiner Auflegung. Je nach Marktmeinung eignet sich der CA Global Healthcare eher für Anleger die ihren Fokus mehr auf den defensiveren Pharmabereich legen, obgleich auch hier eine offensivere Tendenz des Managements hin zur Biotechnologie erkennbar ist und somit auch das Risiko steigt. Der Zürich Invest Life Science ist aufgrund seiner höheren Gewichtung im Biotechnologiebereich. (DerStandard.at in Kooperation mit e-Fundresearch)