Wien - Aus diesem Stoff sind schlechte "Versteckte Kamera"-Gags gebastelt: eine Ampel. Rot. Für alle. Dann schaltet sie um. Grün. Freie Fahrt. Für alle - und zwar gleichzeitig. Der Rest ist vorhersehbar. Dennoch: "Rund-um-Grün", lautet das Motto, unter dem am 26. September in der Zeit zwischen sieben und acht Uhr früh die Ampel an der Kreuzung Hofmühlgasse Gumpendorfer Straße ausgesetzt wird. In dieser Zeit wird die Kreuzung durch zwei Polizisten geregelt.

Die Polizisten werden eine so genannte "Rund-um-Grün"-Phase für Fußgänger simulieren. Verkehrsexperten des Rathauses und des Bezirkes werden die Auswirkungen dieser Verkehrsregelung testen und anschließend analysieren.

Der Versuch soll zeigen, ob eine kollektive Grünschaltung aller Fußgängerampeln an einer Kreuzung Konflikte zwischen Fußgängern und Autofahrern im Kreuzungsbereich entschärft und die Sicherheit der Fußgänger erhöht. Auch, ob das Abfließen des Abbiegeverkehrs so beschleunigt werden kann, soll untersucht werden.

Freilich, geben die Initiatoren zu, sei es auch durchaus möglich, dass "Rund-um-Grün" etwas ganz anderes bewirkt: "Rund-um-Rot" nämlich. Also Stau. (DER STANDARD, Print- Ausgabe, 25.9.2001)