Mondsee/Wien - Das börsenotierte Wassertechnikunternehmen BWT AG, das bereits die Mehrheit an der Christ AG (Aesch) hält, hat ein öffentliches Kaufangebot für die restlichen 49 Prozent des Schweizer Wasseraufbereiters gelegt. Die BWT bietet pro Namensaktie 480 Franken (329 Euro/4.523 S), was nach den Unternehmensangaben um 39 Prozent über dem Durchschnitt der letzten drei Monate liegt. Die Angebotsfrist läuft voraussichtlich von 15. Oktober bis 2. November 2001, teilte das Unternehmen ad hoc mit. Die BWT behält sich das Recht vor, vom Kaufangebot zurückzutreten, wenn sie nach Ablauf der Angebotsfrist nicht mehr als 95 Prozent der Stimmrechte an der Christ hält. Mit der Durchführung des Kaufangebots wurde die Credit Suisse First Boston (CSFB) beauftragt. Die BWT begründet ihre Offerte mit der Ansicht, dass die vorhandenen 51 Prozent des Aktienkapitals sowie der Stimmrechte das Synergiepotenzial zwischen den beiden Unternehmen noch nicht zur vollen Entfaltung hätten bringen können. Im Zug der beabsichtigten Integration der Christ AG in die BWT wird nach Unternehmensaussagen kein Personalabbau bei Christ in Betracht gezogen. Außerdem sei geplant, einen der drei Geschäftsbereiche, Aqua Systems Technologies, vollständig in der Christ zu konzentrieren und Aesch zum Hauptsitz dieser Aktivitäten zu machen. Analysten bewerten das Angebot positiv Die Analysten der Erste Bank haben das öffentliche Kaufgebot der BWT für die Schweizer Christ AG positiv gewertet. Die Übernahme der verbliebenen 49 Prozent sei für BWT vorteilhaft, da Christ eine deutliche Erholung der Ertragssituation sehen sollte. Das Angebot komme zudem zu einem vom Bewertungsniveau sehr günstigen Zeitpunkt. Insgesamt sei die Transaktion aber Ergebnis neutral, da der verringerte Minderheitsanteil von gestiegenen Zinskosten kompensiert werde. Die Einstufung "Outperform" für die BWT-Aktie wird daher von der Erste Bank bestätigt. (APA)