Wien - Als "undemokratisches Philosophieren" kritisierte der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap am Dienstag in einer Pressekonferenz die Aussagen von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (VP), die ÖGB-Urabstimmung sei ein "Anschlag auf den Standort Österreich" und Österreich könne sich eine Urabstimmung angesichts der Wirtschaftslage und der US-Terroranschläge nicht leisten könne. "Dieses Land kann sich diese Regierung und diesen Wirtschaftsminister nicht leisten", meinte Cap mit Kritik an mangelnden Maßnahmen der Regierung gegen die Rezession. Er sieht angesichts der drohenden Revidierung der Wachstumsprognosen nach unten oder der Zunahme der Arbeitslosigkeit um zehn Prozent im Vorjahresvergleich "eine sehr spürbare Rezession". Sie habe auch "starke hausgemachte Komponenten", z.B. in der "Nulldefizit-Ideologie" der Regierung. Cap forderte die Regierung auf, endlich Maßnahmen zu setzen. So sollte endlich ein Verkehrs-Infrastruktur-Programm - wie es die SPÖ vorgelegt habe - durchgeführt werden. Damit könnten auch bis zu 20.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. (APA)