Die Digitalisierung sei die "Schlüsselfrage" des Rundfunkwesens, betonte Medienstaatssekretär Franz Morak (V) am Dienstag laut Aussendung anlässlich des Europa Forums Luzern, das sich mit dem Thema "Kultur im Quotenstress" befasst. Erreicht werden solle die Digitalisierung innerhalb der EU bis 2015. Die Umstellung auf die digitale Verbreitung werde sich an einem Digitalisierungskonzept orientieren, das von der Arbeitsgemeinschaft "Digitale Plattform Austria" erarbeitet werden soll. Staat muß neue Funktion erfüllen Im Hinblick auf die Digitalisierung müsse der Staat eine neue Funktion erfüllen: die Sicherung der Zugangsoffenheit, die Gewährleistung des diskriminierungsfreien Zugangs zur Nutzung von Multiplexen, aber auch der sonstigen Infrastruktur wie den Decodern und den Programmnavigatoren. "In dieser Frage stehen wir nicht vor den Alternativen 'Regulierung' oder 'laissez faire', sondern man wird Mischlösungen anzustreben haben", so der Staatssekretär. Regulierung werde grundsätzlich nur dort stattzufinden haben, wo sie absolut notwendig sei. Der Staat als Schiedsrichter Als Folge der Konvergenz und der damit verbundenen zunehmenden Konzentrationsprozesse werde der Staat als Schiedsrichter tätig sein müssen, um die Freiheit des Marktes sicherzustellen und zu fördern, sagte Morak. Auf Grund der Fülle von neuen Medien und Diensten, die auf den Markt drängen werden, werde der bereits jetzt heftig geführte Wettbewerb um den Konsumenten verschärft werden. Die Sicherung von fairen Wettbewerbsbedingungen sei daher im Bereich der Medien und ihrer Produkte "von zentraler Bedeutung". (APA)