Frankfurt - Der Frankfurter Flughafenchef Wilhelm Bender hält Kündigungen bei der Flughafengesellschaft Fraport nach den Terroranschlägen in den USA für unwahrscheinlich. "Aus heutiger Sicht gibt es keinen Anlass, über Kündigungen nachzudenken. Vielleicht stellen wir dieses Jahr aber weniger Leute ein als geplant", sagte Bender in einem Interview des Hamburger Magazins "stern". Auf Deutschlands größtem Flughafen sind nach Angaben Benders rund 62.000 Personen beschäftigt. Bender geht nicht von einer dauerhaften Verringerung des in den vergangenen Jahren stets gewachsenen Flugverkehrs aus. "Wenn nichts mehr passiert, können wir vielleicht schon im nächsten Frühjahr mit ganz normalen Zahlen rechnen". "Am Ende fliegen die Leute wieder", meint Bender: "Oder glauben Sie, im nächsten Jahr sagt jemand: Ich mache jetzt im Bayerischen Wald Urlaub statt auf Mallorca?" Fliegen derzeit besonders sicher Fliegen hält Bender zur Zeit für besonders sicher. Er begründete das damit, dass "alle Sicherheitsanstrengungen verschärft wurden und jeder Mitarbeiter hoch motiviert ist. Selbst dort, wo es in der Vergangenheit Schlendrian gab, ist man aufgewacht." In Frankfurt seien die Sicherheitsstandards noch einmal verstärkt worden. Den Preis für die verschärften Sicherheitsmaßnahmen trage "letztlich aber der Passagier". Bender: "Die Gebühren für Sicherheit werden in Deutschland deutlich steigen, und damit rechnen die Kunden auch." Längere Wartezeiten möglich Bender kündigte für Fluggäste noch längere Wartezeiten an: "Bei Nordatlantikflügen sollten die Passagiere zwei bis drei Stunden vorher hier sein. Wir müssen das Handgepäck jetzt auspacken und durchsuchen. Bei innerdeutschen Flügen reichen ein bis zwei Stunden." (APA/dpa)