Es ist der 10. Juni 1944

als mehrere SS-Fahrzeuge die kleine südfranzösische Stadt Oradour-sur-glan erreichten. Die 22-jährige Krankenschwester Georgette Hébras ahnte nicht, dass sie sowie ihre Schwestern und Eltern diesen Tag nicht überleben werden.

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Die Klasse

von Denis Bardet hatte in der Früh noch ein Geburtstagsständchen für seine Lehrerin gesungen. Die in der unbesetzten Zone Frankreichs liegende Schule war an diesem Samstag voll mit jungen SchülerInnen.

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Auch als deutsche Soldaten

die gesamte Bevölkerung des kleinen Städchens zusammentrieb, die Frauen und Kinder von den Männern trennte, blieben die Menschen ruhig. "Wenn so viele Kinder da sind, dann können sie uns nichts tun." Keines dieser Kinder noch ihre Lehrerinnen waren nach diesem Tag noch am Leben.

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So gut wie alle

der getöteten 240 Frauen und 205 Kinder kamen hier um. Sie waren von den Deutschen in der Kirche zusammen getrieben worden, die sie mit Hilfe von Sprengstoff in Brand setzten. Noch heute steht der verbrannte Kinderwagen an seiner damaligen Stelle.

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Mit großer Wahrscheinlichkeit

auch die kleine Schwester von Georgette Hébras. Ihr Bruder, Robert Hébras, konnte mit schweren Verletzungen und viel Glück als einziger der Familie flüchten.

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Als einzige

aus der Kirche flüchten konnte Marguerite Rouffanche. Als sie sich zuvor mit ihrer kleinen Tochter im Beichtstuhl versteckt hatte, musste sie miterleben, wie ihre Tochter in ihren Armen von den Deutschen erschossen wurde.

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Hier versteckte sich

Jacqueline Pinedé mit ihrem Bruder, während die Soldaten der Waffen-SS-Gruppe "Das Reich" ihre Eltern abführten. Bei ihrer Flucht wurden sie zwar entdeckt, die Soldaten ließen sie dennoch ungehindert fliehen.

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Der Ort wurde seither

von niemanden mehr angetastet. Kein Stein wurde verändert. Das Gedächniszentrum von Oradour ist zu einem Mahnmal der Verbrechen an die Menschheit geworden.

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Die Autos

stehen noch am selben Platz wie am 10. Juni 1944. Unter dem Deckmantel, ein Munitionslager der WiderstandskämpferInnen gefunden zu haben, wurde die ganze Stadt zerstöhrt, die ganze Bevölkerung hingerichtet.

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Nur die Strassenbahnschienen

erinnern an das Leben in Oradour.

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Die zerstöhrte Stadt

kann heute als Museum bzw. Mahnmahl besucht werden. Es wird dort eine Ausstellung über Oradour und seine EinwohnerInnen, zeitgeschichtliche Hintergrundinformationen und ein Film zu den Ereignissen des 11. Juni 1944 angeboten.

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Geöffnet sind die

MärtyrerInnenstadt und das Centre de la Memoire in der touristischen Saison täglich ab 09.00 Uhr bis in den Abend hinein. Ausserdem werden in den Räumlichkeiten des Gedächniszentrum auch wechselnde Ausstellungen zu zeitgeschichtlichen Themen gezeigt. (Bild: die Kirche)

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Souviens toi - Remember!

Mit freundlicher Unterstützung des Centre de la Memoire.

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