Paris - Der iranische Regisseur Mohsen Makhmalbaf, Autor des Streifens "Kandahar", wird am 3. Oktober in Paris von UNESCO-Generalsekretär Koichiro Matsuura für seine Tätigkeit beim Film und für seinen Einsatz zu Gunsten der afghanischen Frauen mit der Goldmedaille Fellini ausgezeichnet, teilte die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur am Donnerstag in einer Aussendung mit. "Kandahar", der dieses Jahr beim Filmfestival von Cannes mit dem Ökumenischen Preis ausgezeichnet wurde, erzählt die Geschichte von Nafas, einer jungen Frau, die sich vom Iran heimlich nach Afghanistan begibt, um ihrer Schwester zu Hilfe zu eilen. Diese erträgt das Leben unter dem Taliban-Regime nicht mehr und will am Tag der Sonnenfinsternis Selbstmord begehen. Makhmalbaf kam 1957 in Teheran zur Welt und saß bereits mit 17 Jahren wegen seiner Tätigkeit als Oppositioneller im Gefängnis. Nach seiner Freilassung im Jahre 1979 begann er seine Tätigkeit als Schriftsteller. Er schrieb vor allem Novellen und Bühnenstücke sowie einen Roman. Seine ersten Filme drehte Makhmalbaf Anfang der 80er Jahre. Zu seinen Erfolgen zählen laut UNESCO-Aussendung "Le Camelot" (1987), "Le Cycliste" (1988), "Le temps de l'amour" (1990), "L'Acteur" (1992) und "Salam Cinema" (1994). (APA)