Wien - Mit einer Reduktion der Zahl der Lehrerbildungsanstalten rechnet Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) im Zuge der Umwandlung der Pädagogischen Akademien (Pädak) in Pädagogische Hochschulen, ein Reformprozess, der laut Akademie-Studiengesetz bis 2007 abgeschlossen sein soll. Derzeit gebe es österreichweit 51 Einrichtungen der Lehreraus- und weiterbildung. "Wir werden uns anschauen müssen, wie viele derartige Institutionen wir brauchen, diese Zahl lässt sich sicher verringern", sagte Gehrer am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Die Ministerin reagierte damit auf die Kritik des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (F) von Mittwoch, der Gehrer mangelnden Reformwillen vorgeworfen hatte. Man könne auch überlegen, einen Pädak-Jahrgang ausfallen zu lassen, das habe es schon gegeben, meinte Gehrer zum Vorwurf Haiders, "arbeitslose Lehrer auszubilden". Die Planbarkeit, wie viele Lehrer man tatsächlich brauche, sei aber sehr gering. In Deutschland etwa gehe das Pendel schon in die andere Richtung, und es gebe Lehrermangel. Im Gegensatz zur Forderung Haiders nach Abschaffung der Landesschulräte strebt Gehrer eine Zusammenführung der Schulverwaltung in einer Einrichtung an - und zwar in jenen Bundesländern, in denen es neben dem Landesschulrat, der für die Verwaltung der Bundeslehrer zuständig ist, auch eine Schulabteilung der Landesregierung gibt, die für die Pflichtschullehrer zuständig ist. Das sind laut Ministerin Kärnten, Salzburg, Vorarlberg und Tirol. Eine solche Konzentration der Pflichtschul- und Bundeslehrer-Verwaltung in einer Einrichtung würde eine Verwaltungsvereinfachung bedeuten. Dazu müssten mit den Ländern Verwaltungsübereinkommen geschlossen werden. "Es liegt in der Kompetenz der Länder, das zu wollen", sagte Gehrer. (APA)