Wien - Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (F) und FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler würden die furchtbaren Terroranschläge in den USA "für xenophobe Ressentiments und eine letztklassige ausländerfeindliche Kampagne" nutzen, kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Donnerstag in einer Aussendung. Unter dem Vorwand einer höheren Sicherheit wolle die FPÖ offenbar ihre lang gehegten Wünsche nach einer völligen Aushöhlung des Asylrechts und der rechtsstaatlichen Prinzipien im Bereich des Fremdenrechts durchbringen. Interessant sei nun die Reaktion der ÖVP. "Was sagen Bundeskanzler Schüssel und Innenminister Strasser dazu, wenn Haider praktisch alle Asylsuchenden taxfrei zu potenziellen Terroristen macht, wenn er fordert, Asyl in Europa nur mehr Europäern zu gewähren, wenn er den Instanzenzug in fremdenrechtlichen Verfahren abschaffen will?", so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin. Das bisherige Verhalten der ÖVP in diesen Fragen und die "Kniefälle" von Innenminister Ernst Strassers (V) vor der FPÖ etwa bei der Quotenregelung oder der Harmonisierung von Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis würden jedenfalls von der ÖVP nicht viel erwarten lassen, so Kuntzl. (APA)