Wien - Die Wiener Stadtwerke Holding AG übernimmt ab Montag zu 100 Prozent den überregional liefernden Stromvertreiber switch, der bisher den Unternehmen der EnergieAllianz gehört hat. Dies erklärte switch-Geschäftsführer Rene Huber am Freitag vor Journalisten. Rechtzeitig vor dem am Montag erfolgenden Start in die Vollliberalisierung des Strommarkts kündigte Huber eine Senkung der Nettoenergiepreise um 11 Prozent an. Huber begründete den Eigentümerwechsel in seinem Unternehmen mit laufenden kartellrechtlichen Untersuchungen. Die Übertragung finde statt, "damit jedes diesbezügliche Risiko ausgeschaltet ist", sagte der switch-Geschäftsführer. Bisher war das Unternehmen einen Tochter der e&s, die zu je 40 Prozent der EVN, und den Wiener Stadtwerken und je 10 Prozent der Linz AG und BEWAG/BEGAS gehört. Die Firmen bieten auch unabhängig voneinander am Elektrizitätsmarkt an. Preissenkung switch kündigte am Freitag eine Senkung der reinen Energiepreise (exklusive Netzkosten, Zuschläge und Steuern) um 11 Prozent auf 42,66 Groschen (3,1 Euro-Cent) für Privatkunden und Gewerbebetriebe an. Damit sieht man sich auch "weiterhin als der preisgünstigste alternative Stromanbieter". Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bisher 2.000 Kunden geworben, was etwa 35 Prozent der wechselwilligen Kunden im Haushalts- und Kleingewerbebereich entspreche. Das Bezahlen der switch-Stromrechnung soll in Zukunft auch über einen "elektronischen Erlagschein" möglich sein. Zu diesem Zweck stellte das Stromvertriebsunternehmen eine Kooperation mit der P.S.K. vor, die das Internet-Bezahlservice www.bezahlen.at betreibt. (APA)