Irgendwo in der großen weiten Welt laufen sie wieder. Und wie jedes Jahr, wenn in Mailand, London und Paris die Modewochen ausbrechen, passiert zweierlei: Erstens zeigen heimische Designer, was ihnen übers Jahr so eingefallen ist. Und zweitens beginnt die Kurzdebatte über die Aussehens- und Altersdiskrepanz zwischen den viel zu jungen, viel zu dünnen Models und den Körperformen des echten Lebens. Umso erfrischender ist da, wenn Designerinnen wie Maria Oberfrank für ihr Label "Pitour" , "everyday people" über den Laufsteg des Wiener Modearchives "Unit F" schicken. Und siehe da: Auch unrasierte, schwangere oder waschbrettbauchlose Models schafften es, die Kreationen der Absolventin der Helmut-Lang-Klasse der Angewandten gut aussehen zu lassen. (rott, DER STANDARD Print-Ausgabe 1.Oktober 2001)