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Boston - Der frühere südvietnamesische Präsident Nguyen Van Thieu, der sein Land während des Vietnam-Kriegs führte, starb 78-jährig am Samstag in Boston in den USA. Thieu war am Donnerstag in seiner Wohnung in Foxborough im US-Staat Massachussetts zusammengebrochen und in ein Spital gebracht worden, berichtete ein Verwandter des Ex-Präsidenten. Thieu war 1965 an die Macht gekommen und regierte bis zur Eroberung Saigons durch kommunistische Truppen das von den USA gestützte Südvietnam. Nach seiner Flucht zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück und ging ins Exil, zuerst nach London und später in die Umgebung Bostons. Thieu war eine der Schlüsselfiguren im Vietnam-Krieg. Auch als die südvietnamesische Hauptstadt Saigon bereits völlig von kommunistischen Verbänden eingeschlossen war, hatte Thieu erklärt: "Wir werden bis zur letzten Kugel und bis zum letzten Reiskorn kämpfen." (APA/AP)