Zürich - Unter den Mitarbeitern der vor der Zerschlagung stehenden Schweizer Fluggesellschaft Swissair sind am Donnerstag Pläne für eine von Angestellten getragene Auffanggesellschaft kursiert. Zuvor hatte die Swissair ihren Flugbetrieb am Vormittag wieder aufgenommen. Welle der Unterstützung Er habe eine Welle von Unterstützungsangeboten aus der Öffentlichkeit gegeben und unter Mitgliedern wachse die Idee für eine eigene Gesellschaft, sagte Hannu Ruprecht von der Pilotengewerkschaft. Bisher lag ein Plan der Großbanken UBS und Credit Suisse vor, der eine Zusammenlegung eines Teils des Swissair-Geschäfts mit der inzwischen von den Banken übernommenen Regionalfluggesellschaft Crossair vorsieht. United als Beispiel Als ein Modell für Mitarbeiterbeteiligung könnte die US-Fluggesellschaft United Airlines dienen. Dort übernahmen 1994 die Angestellten 55 Prozent der Gesellschaft und verzichteten im Gegenzug auf Löhne und lohnwerte Leistungen im Wert von etwa fünf Milliarden Dollar. Konkrete Schritte seien bisher nicht unternommen worden. "Unsere Mitglieder haben Kontakt zur Bankenwelt - auch in den USA", sagte der Piloten-Sprecher weiter. (APA/ag.)