Salzburg - "Minderheitenprogramme", definiert als Veranstaltungen deren wirtschaftlicher Erfolg nicht oder schlecht abschätzbar ist, gab es im vergangenen Jahr immer seltener im Salzburger Rockhouse. Dieser Trend werde sich auch im Programm des kommenden Jahres fortsetzen. Das hat Rockhouse-Geschäftsführer Wolfgang Descho anlässlich einer Pressekonferenz zum "Acht-Jahre-Jubiläum" dieses großen Salzburger Veranstaltungshauses für Rock, Jazz und Pop bekannt gegeben. Zwar versuche das Rockhouse diese Minderheitenprogramme wie etwa Underground-Rock oder experimentellen Jazz nicht ganz unter den Tisch fallen zu lassen, aber der Spielraum werde immer kleiner, so Descho. Im Programm 2001 und 2002 versucht das Rockhouse ein Mischung aus internationalen Topbands und lokalen Musikern aus möglichst vielen musikalischen Richtungen zu präsentieren. Vor allem die schon bisher erfolgreichen Workshops, die DJ-Reihe und die Auftritte lokaler, noch unbekannter Bands sollen forciert werden. Die Subventionen von Stadt und Land seien zwar nicht gekürzt, aber auch nicht erhöht worden. Gagen und Betriebskosten hingegen stiegen ständig. Insgesamt hat das Rockhouse im Jahr 2000 die Gesamtzahl der Veranstaltungen um acht Prozent auf 236 reduzieren müssen. Auch heuer werde es vermutlich noch weniger, sicher aber nicht mehr Veranstaltungen geben. Um Geld zu verdienen ohne die Eintrittspreise zu erhöhen, hat das Rockhouse die Zahl der Gastveranstaltungen im eigenen Haus fast verdoppelt. Mit Gastveranstaltungen und Einnahmen aus den Eintrittskarten bringt das Rockhouse knapp die Hälfte des 12 Millionen Budget aus eigener Kraft auf. (APA)