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Reuters/TOSHIYUKI AIZAWA+
Peking - Nach langem Zögern hat China einem Besuch des japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi am Montag in Peking zugestimmt. Der Sprecher des Außenministeriums, Zhu Bangzao, sprach nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Freitag von einem eintägigen Arbeitsbesuch. Er hob hervor, das Koizumi die Gedenkhalle an der Marco Polo-Brücke im Südwesten Pekings besuchen werde, wo Japan 1937 einen Überraschungsangriff gestartet hatte, als es seine Invasion in China begann. Nach einem Bericht der "South China Morning Post" aus Hongkong war dieser Programmpunkt eine Bedingung Pekings für den Besuch. Koizumi soll dort den Erwartungen zufolge erneut eine Entschuldigung für die japanische Aggression abgeben. Auch soll Japans Ministerpräsident zugestimmt haben, dem umstrittenen Yasukuni-Schrein in Tokio keine weiteren Besuche mehr abzustatten. Koizumis Besuch des Schreins, wo unter den japanischen Kriegstoten auch verurteilte Kriegsverbrecher geehrt werden, hatte im August zu einer schweren Belastung der Beziehungen zu Peking und Seoul geführt. (APA/dpa)