Los Angeles - Die diesjährige Verleihung der 53. Emmy-Awards, dem wichtigsten US-Fernsehpreis, wird am kommenden Sonntag (7.10.) im Schatten der Anschläge in den USA stehen. Viele nominierte Schauspieler wie Kelsey Grammer aus der TV-Serie "Frasier", Martin Sheen ("The West Wing") oder Andy Garcia ("For Love or Country") wollen nach Angaben ihrer Sprecher diesmal nicht über den roten Teppich zur Zeremonie im Shrine Auditorium in Los Angeles schreiten. Andere, wie Lisa Kudrow von "Friends" und Kim Cattrall aus "Sex and the City", seien noch unentschlossen, wie sie zur Show kämen, hieß es. In jedem Fall müssten die Stars ohne die neugierigen Blicke ihrer Fans über den Teppich schreiten. Zuschauertribünen wurden aus Sicherheitsgründen entfernt. Einige erwartete Gäste wie Sarah Jessica Parker, nominiert für ihre Rolle in der Serie "Sex and the City", haben bereits ganz abgesagt - aus Termingrünen wie Parker mitteilte. Die Serie, in sie die Hauptrolle spielt, ist seit September auch im deutschen Fernsehen auf ProSieben zu sehen. Änderungen Zu einem bereits für Donnerstagabend geplanten Empfang der Academy of Television and Arts wollten zahlreiche Gäste ebenfalls nicht erscheinen. Der Hauptgrund dafür sei aber, dass zurzeit viele Shows produziert würden, sagte ein Sprecher der Akademie. Viele Darsteller hätten deshalb einfach keine Zeit. Die Emmys sollten eigentlich schon am 16. September in Los Angeles verliehen werden. Die Veranstaltung war jedoch wegen der Anschläge auf das World Trade Center und das US-Verteidigungsministerium verschoben worden. Da viele an der Ostküste der USA lebende Schauspieler und Produzenten Flüge innerhalb der Vereinigten Staaten derzeit vermeiden, wurde die Show auf New York und Los Angeles verteilt, von wo der Fernsehsender CBS sie zeitgleich ausstrahlen will. Nach Angaben der Organisatoren soll in diesem Jahr weniger Musik als sonst zu hören sein. Die Kleiderordnung sei von "formaler Kleidung" in "Geschäftskleidung" geändert worden. Das bedeute jedoch nicht, dass die Verleihung wie eine Beerdigung aussehen werde. Heidi Schaffer von der Hollywood-Werbeagentur PMK sagte: "Ich glaube nicht, dass wir viele tiefe Dekolletees sehen werden, aber ich glaube auch nicht, dass alle in schwarz kommen - vor allem nicht die Frauen." (APA/Reuters)