Die diesjährige Tiroler Kunst- und Antiquitätenmesse widmet sich in einer umfassenden Sonderschau den zeichnerischen Qualitäten von Albin Egger-Lienz und seinem Schüler Rudolf Wacker. Parallel zur Ausstellung findet sich etwa Egger-Lienz bei der Innsbrucker Galerie Maier, die sich schon seit Jahren auf die österreichische Klassische Moderne konzentriert und heuer etwa mit einem 1898 entstandenen Ölgemälde Malven I punktet. Die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, wie Arthur Koester, Friedrich Hell, Carl Moser oder Max Weiler, aber auch internationale Arbeiten auf Papier sind bei der Galerie Kugler, Innsbruck zu sehen. Der dritte Platzhirsch, die Galerie Thoman, setzt zwar auch auf Tiroler Maler der Zwischenkriegszeit, bietet aber auch Hans Bischoffshausen, Oswald Oberhuber, Markus Prachensky, Arnulf Rainer oder Hans Staudacher ein Forum. Maria Pintar aus Salzburg setzt auf Schmuck und Silber des 20. Jahrhunderts, ihre Palette reicht etwa von einer Jadeschmuckgarnitur des Art Déco bis hin zu einer silbernen Jensen-Mokkagarnitur mit Elfenbeingriffen. Rustikaler der Linzer Kunsthandel Runge, u.a. mit einer Zillertaler Truhe (1776). Wolfgang Tazl aus Wels, der auf die Zeitspanne von Barock bis Biedermeier setzt, hat eine Barock-Eckaufsatzvitrine mitgebracht, um 1750 entstanden. Textile Schätze bei Kössl aus Ried, der mit einer schönen Auswahl antiker und alter Orientteppiche nach Innsbruck gekommen ist, komplettieren das Angebot, das auch heuer wieder allein vom Haus der Völker in Schwaz mit Gerd Chesis extravaganten afrikanischen und asiatischen Schätzen ein ungewöhnliches Tüpfelchen auf dem i erhält. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6./7. 10. 2001)