Washington/Islamabad - US-Präsident George W. Bush hat Militärangriffe auf den Irak vorerst ausgeschlossen. Zumindest bis zum Ende der "ersten Phase" des Kampfes gegen den Terrorismus solle es keine Militäraktion gegen den Irak geben, berichtete das US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" am Sonntag (Ortszeit) im Voraus aus seiner neuen Ausgabe. US-Vizepräsident Richard Cheney habe Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz aufgefordert, seine Drohungen gegenüber Bagdad abzuschwächen. Der irakische Präsident Saddam Hussein verurteilte die Luftangriffe der USA und Großbritanniens in Afghanistan. Er sprach am Sonntag in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung von "einer außerhalb des Völkerrechts verübten Aggression". Derartige Methoden brächten nur größere "Unordnung" in die Welt. Er machte die Gründung des Staates Israel für den heutigen Terrorismus verantwortlich. Die Angriffe hätten "die Moral der Taliban" in Afghanistan nicht gebrochen und keine größeren Verluste bewirkt. Für Montag kündigte er eine Großdemonstration in Karachi an. In der Stadt Quetta verkündeten die Geistlichen mehrerer Moscheen, der "Heilige Krieg" sei jetzt eine "Pflicht" für jeden pakistanischen Moslem. (APA)