Sarajewo - Aus zwei Massengräbern im Osten und Nordwesten Bosniens sind in den vergangenen Wochen mehr als 500 Leichen geborgen worden. Es handle sich um kriegsgefangene Moslems und Kroaten, die Opfer serbischer Verbrechen während des bosnischen Krieges 1992-1995 geworden seien, sagte Jasmin Odobasic, stellvertretender Chef der staatlichen Kommission für Vermisste am Montag in Sarajewo. Nahe der Erzgrube Ljubija im Nordwesten wurden seien Angaben zufolge 301 Leichen geborgen. Vor kurzen waren die Ausgrabungen bei Cancari im Osten beendet worden. Dort waren 224 Leichen entdeckt worden. Die Opfer seien nach der serbischen Eroberung der Moslemenklave Srebrenica im Juli 1995 ermordet worden. Insgesamt sind im Osten Bosniens bis jetzt mehr als tausend Leichen geborgen worden. (APA/dpa)